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Die Qual der Wahl

Es gibt ein Reihe von Flug-Simulatoren, die je nach Einsatzgebiet und Kosteneinsatz ihre Aufgabe mehr oder weniger erfüllen. Weil es ähnlich wie bei der Auswahl des "richtigen" PKWs sehr viele Meinungen gibt, möchte ich hier nur meine persönliche Erfahrungen der verschiedenen Flug-Simulatoren darlegen.

Ich habe folgende Simulatoren im Einsatz :

  • Reflex
  • Aerofly Professional Deluxe
  • Easyfly
  • Piccofly
  • Realflight G3
  • FMS (gehabt)

Den Einstieg habe ich mit dem kostenlosen FMS Simulator gemacht und damit recht gute Ergebnisse erzielt. Die Landschaftsdarstellung war für mich zweitrangig, denn ich wollte ja das steuern lernen und nicht spielen.

Nach dem ich mir einen Piccolo gekauft hatte, probierte ich den Piccolofly in verbindung mit dem Easyfly. Hiermit war es schon recht schwierig den Piccolo in der Luft zu halten.

Anschließend kam der große Bruder des Easyfly, der Aerofly Professional (heute Deluxe). Die physikalischen Eigenschaften der Hubschrauber waren schon realistischer und es gab eine Menge mehr Einstellmöglichkeiten. Weil ich einige Jahre Fläche geflogen bin, war ich von der Realitätsnähe der Flächenmodelle doch sehr angenehm überrascht. Mit dem beigefügtem GameCommander war schon ein recht gutes Fluggefühl vorhanden.

Nachdem ich einemal einen Reflex probiert hatte, war auf einmal klar, dass die realitätsnahe Darstellung der Helikopter in Aerofly Professional nicht so gut war wie im Reflex. Anfang 2004 wechselte ich meine Steuerfunktion am Sender von Mode 1 auf Mode 2. Nun konnte ich mich mit Hilfe des Reflex-Simulators direkt am neuen Sender MX-22 an die neue Steuerfunktion gewöhnen.
Mit diesem Simulator machte ich sehr schnell große Sprünge in der Entwicklung meiner Flugfähigkeit, insbesondere das Rückwärtsfliegen und das Rückenschweben. Bis zur Mitte des Jahres 2006 verbrachte ich ca. 150-180 Std/Jahr an diesem Simulator.

Anfang 2006 probierte ich den Realflight G3. Auf Grund der englischen Fachbegiffe und der Vielfalt der Einstellmöglichkeiten ob Sender oder Modell, konnte ich keine Verbesserung feststellen. Erst als ich mich Mitte des Jahres näher mit diesem System befasste und die "Denkweise" des System verstand, musste ich feststellen, dass das physikalische Verhalten des Helis noch näher an die Realität kam, als es vom Reflex bekannt war. Als Anfänger wird man diese Unterschiede jedoch nicht feststellen können, weil es erst in Grenzsituationen zu bemerk ist. 


Den Simulator richtig nutzen

Es gibt immer wieder Äußerungen

  • "Simulator ist Spielzeug ..."
  • "Da lernt man nichts bei ..."
  • "Ist viel zu teuer ..."
  • "Kann man nicht mit der Realität vergleichen ..."

Dazu kann ich nur sagen, es kommt auch darauf an, wie der Simulator eingesetzt wird. Ich glaube nicht, das die Fluggesellschaften teure Simulatoren einsetzen, wenn dies nur Spielzeug wäre und nichts bringen würde.

Der Simulator soll mir Möglichkeiten des Trainings bieten und meine Reflexe schulen. Dazu gehört aber eine gewisse Disziplin, die gerne verdrängt wird.

Folgende Reglen/Punkte sollten bei der Simulator-Schulung beachtet werden:

  • Zu Beginn sollte die Schulung über dem Helipad stattfinden und als Grenze dienen. Es muss kein toller realitischer Hintergrund vorhanden sein.
  • Es sollte der Sender den man später auch mit dem Heli benutzt angeschlossen sein. Sämtliche Schalter sollten genau wie in der Realität benutzt werden (Dies ist möglich!) 
  • Es sollte vor Beginn ein "Ziel" gesetzt werden, was geschult werden soll und nicht einfach in der Gegend rumgeflogen werden.
  • Wenn möglich vor den PC stellen und den Sender so halten/tragen wie später auch.
  • Ein Sparschwein neben den PC und bei jedem Absturz 50 Cent in dieses, bremst den Übermut und macht den nächsten realen Absturz "erträglicher"
  • Evtl. Servoausfall oder Motorausfall einstellen um die Schalter am Sender nutzen zu können (Autorotation)
  • >>TIP<< Lernen mit leicht erhöhter Simulationgeschwindigkeit, lässt das reale Fliegen danach viel entspannter erscheinen.

Sicherlich ist ein Simulator recht teuer, doch in Inbetracht der Kosten eines realen Absturzes eines z.B. Logo 10 oder Raptor 50 sind diese Kosten nach einem durch Simulatorübung verhinderten Absturzes wieder drin :)


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